
So, wie bereits auf Twitter angekündigt, werde ich hier mal aus dem Spukschloss plaudern. Um das ganze besser zu verstehen, muss ich sagen, dass ich zum Zeitpunkt, als sich diese Geschichte zutrug, noch minderjährig und dementsprechend etwas schreckhaft war.
Es war in einem kalten Frühling mitten in der Toskana, in einem Hotel, das in den grünen Hügeln des Val di Nievole lag. Eine von uralten Zypressen gesäumte Allee führte zu dem auf einem separaten Hügel gelegenen schlossartigen Hotel (ich schätze, 16. bis frühes 17. Jahrhundert), eingerichtet mit Stilmöbeln aus dem 19. Jahrhundert. Die Möbel waren dunkel, die ebenso dunklen Türen knarrten melodisch, die Badewanne stand auf güldenen Löwentatzen und die Wand des Badezimmers schmückte ein Engel-Fresko. Dank der früh einsetzenden April-Dunkelheit begann auch die Nacht entsprechend früh. Durchs Fenster sah man hinter dem östlichen Hügel das gelbe Licht von Florenz. Im Schloss aber war man allein, wenn die Frühlingswinde um das alte Gemäuer pfiffen, und die Türen knarrten, wenn die noch nicht so zahlreichen Gäste in ihre Gemächer schlichen.
Eines Abends waren Muddi und Vaddi noch auf einem Mondscheinspaziergang, während ich mich schlaflos im Kinderzimmer auf der schmalen Matratze wälzte, als plötzlich... Fortsetzung folgt! Bis dahin freue ich mich über Vorschläge, was sich wohl ereignet haben mag, als Kommentar gleich unter diesem Post oder bei Twitter (rechts in der Toolbar).